Pressenmitteilung 2007

Pressemitteilung

 

Philatelietag/Großtauschtag 2007

11. März 2007 – VHS Neuwied „Die Brücke“

 

650 Jahre Stadtrechte

- Engers am Rhein -

 

Seit über 30 Jahren veranstalten die Brief-markenfreunde Neuwied im Frühjahr ihren Philatelietag mit lokalhistorischem Bezug.

In diesem Jahr wird an die dem heutigen Stadtteil Engers vor 650 Jahren ver-liehenen Stadtrechte erinnert.

Bereits in römischer und fränkischer Zeit war das Neuwieder Becken auf Grund seiner günstigen Lage ständig besiedelt.

Bereits im 8. Jahrhundert wird bei den Franken der „Engersgau“ erwähnt, der seinen Namen von der damals größten Ansiedlung erhielt.

Vor nunmehr 650 Jahren –am 7. Februar 1357– wurden dem Ort durch Kaiser Karl IV. die Stadtrechte verliehen. Dem Landesherren Graf Wilhelm I. zu Wied wurde gestattet Engers zu einer be-festigten Stadt auszubauen.

Kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Trierer Kurfürsten Kuno von Falcken-stein führten bereits 1371 zur Eingliederung ins Kurfürstentum. Dies hatte zur Folge, das Engers, im Gegen-satz zu Neuwied, nach der Reformation katholisch blieb.

Kurfürst Kuno vollendete die Stadtbefest-igung, baute sich die Burg Kunostein und nutzte die günstige Lage zur Einrichtung der Zollschreiberei, die den Rheinzoll erhob.

Der Dreizigjährige Krieg und die Raub-züge des französischen Königs Ludwig XIV. setzten der Stadt stark zu. Das schwerste Unglück aber traf Engers im Jahre 1778, als der größte Teil der Stadt durch eine Feuersbrunst in Schutt und Asche gelegt wurde.

Nach der Französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen endete auch die Herrschaft der Trierer Kurfürsten. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses fiel Engers mit den Rheinlanden an das Königreich Preußen. 1957 wurden Engers zum zweiten Male die Stadtrechte verliehen.

Im Zuge der rheinland-pfälzischen Ver-waltungsreform von 1970 wurde Engers in die Stadt Neuwied eingemeindet.

 

Der Verein hat zum Jubiläum wieder zwei Ganzsachen herausgegeben und einen zum Thema passenden Sonderstempel beantragt.

Der Ganzsachenbrief zeigt die 1897-99 erbaute St. Martin-Kirche, eines der  Wahrzeichen des Stadtteils.  (Repro einer frühen Ansichtskarte

Für die Gestaltung der  „Pluskarte“ wurde die Reproduktion einer alten Merian-Ansicht ausgewählt.

Neben Philatelietag und Großtauschtag mit überregionalen Händlern, wird eine Briefmarkenausstellung der „offenen Klasse“ präsentiert.

  

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie bei den Briefmarkenfreunden Neuwied:

Vorsitzender

Karl-Heinz Korn

An der Liebfrauenkirche 61

56564 Neuwied (Tel. 02631/24715)  od.

Ausstellungsleiter

Jürgen Glahé

Hinter dem Backhaus 1

56218 Mülheim-Kärlich (Tel. 02630/1339)