März 2013

Philatelietag 2013 im Zeichen der Herrnhuter Brüdergemeinde

 

 

Die Ursprünge der Herrnhuter Gemeinde gehen zurück auf die "Unitas fratrum"; Die Gemeinschaft der Brüder, die älteste evangelische Konfession, gegründet durch den böhmischischen Reformator Johann Hus. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Glaubensgemeinschaft im Zuge der Gegenreformation zerschlagen. Viele Brüder suchten danach Zuflucht in benachbarten Staaten. 1722 tauchte eine Gruppe mährischer Glaubensflüchtlinge in der Oberlausitz auf. Sie fanden Zuflucht auf dem Gut Berthelsdorf des jungen Reichsgrafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf. Er gestattete ihnen die Ansiedlung auf seinem Grund und Boden, aus der später die Gemeinde Herrnhut entstand.

Zinzendorf (1700-1760) war eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des sog. Pierismus. Seine Gedanken, seine ökumenische Offenheit und seine Neigung zu gemeinschaftlichem Lebensind beachtlich. Aus der Ansiedlung entwickelte sich die Brüdergemeinde, die 1727 als Herrnhuter Brüdergemeinde geründet wurde. 

Ab 1732 zogen Brüder der Gemeinde als Missionare in die Welt, sodass heute die Kirche in vielen Ländern weltweit vertreten ist.

 

Von Zindorf stammt auch die Idee, der Gemeinde ein kurzes Merkwort für den nächsten Tag mitzugeben. Ab 1731 wurden, als Leitgedanken für jeden Tag, die sogenannten Herrenhuter Losungen herauszugeben. Die Losungen werden bis heute jährlich neu - in vielen Sprachen übersetzt - herausgegeben.