Rumänien

Fürstentum - Königreich - Republik

 

In diesem Jahr hat die rumänische Post mit Briefmarken und Stempeln drei historische Ereignisse des Landes gewürdigt.

 

Die Geschichte des Staates Rumänien beginnt 1859. Vor dieser Zeit war der Balkan in viele kleine Fürstentümer und Grafschaften zersplittert. Eine Folge der jahrhundertelangen Besetzung durch das osmanische Reich.

1859 vereinigen sich die Fürstentümer Moldau und Walachei unter der Führung von Alexandru Ion Cuza. 1861 erfolgt die Proklamation zum Fürstentum Rumänien.

1866 wird Fürst Alexandru durch die Adeligen des Fürstentums, mit Billigung der Großmächte zur Abdankung gezwungen.  

   

Die einflussreichen Adeligen suchen beim europäischen Hochadel einen geeigneten Nachfolger. Auf Empfehlung von Napoleon III. wird Karl Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen, bei einer Volksab-stimmung zum neuen Fürsten von Rumänien gewählt und am 22.5.1866 als Carol I. eingesetzt. Die Post gab zum 150-jährigen Anlass Schmuckbriefe und einen Sonderstempel heraus.

Der unverheiratete Fürst ging bald auf Brautschau in den europäischen Adelshäusern. In unserer Nähe - im Fürstenhaus Neuwied - fand er die Richtige. Prinzessin Elisabeth nahm die Werbung an.

Am 15.11.1869 fand in Neuwied die Hochzeit statt. Elisabeth starb am 2.3.1916.

Zum 100. Todestag gab es einen Sonderstempel und einen Schmuckumschlag.

   

Ab 1880 wurde Rumänien von vielen Staaten  diplomatisch anerkannt. Die Stände beschlossen  das Fürstentum in ein Königreich zu ändern. Am  26.3.1881 wurde das Königreich Rumänien  ausgerufen. Karl und Elisabeth wurden zu König  Carol I und Königin Elisabeth gekrönt.

Zur 135-jährigen Ernennung gab es Sonderstempel  und Schmuckumschlag.

    

Am 10.10.1914 starb Carol I. Da er keine eigenen Nachkommen hatte, die einzige Tochter war 1874 an Scharlach gestorben,. wurde sein Neffe Ferdinand von Hohenzollern-Sigmaringen als Ferdinand I. zum neuen König ausgerufen. Als Ferdinand I. am 20.7.1927 stirbt, wird sein Sohn Kronprinz Carol zum Verzicht auf den Thron gezwungen. Man wirft ihm nicht standesgemäße Liebschaften und Skandale vor. Sein minderjähriger Sohn Michael wird als Michael I. für drei Jahre zum neuen König bestimmt.

Nach langen Querelen wird Carol dann doch 1930 als Carol II. zum König ernannt. 1940 ernennt er Kriegsminister Antonescu zum Ministerpräsidenten und dankt ab. Michael I. wird erneut als König eingesetzt. Nach dem Ende des          2. Weltkrieges ist Michael noch bis 1947 im Amt. Nach der Machtübernahme der Kommunisten wurde das Königreich in eine Volksdemokratie umgewandelt.

Autor :    

Jürgen Glahé  (briefmarkenfreundeneuwied.npage.de)