6. März 2016

                                                                                                                                       

 

Neuwieder Philatelie-Tag 2016 - 6. März 2016

 

 „Vor 100 Jahren am 2. März 1916 starb

Königin Elisabeth I. von Rumänien

Prinzessin zu Wied – Carmen Sylva“

 

 

Prinzessin Elisabeth zu Wied erblickte am 29. Dezember 1843 auf Schloss „Monrepos“, als erstes Kind des Fürsten Wilhelm, Herman zu Wied und seiner Ehefrau Marie von Nassau-Weilburg das Licht der Welt.

Elisabeth wurde sehr streng erzogen, bereits mit vier Jahren erhielt sie durch ihre Gouvernante regelmäßig Unterricht. Ab dem 8. Lebensjahr lernte sie Englisch und Französisch, das sie perfekt beherrschte. Ihre jüngeren Brüder und ihr Vater waren sehr kränklich. Das Neuwieder Schloss glich in dieser Zeit eher einer Krankenstation. Unter diesem Druck und der Belastung fing Elisabeth als Ausgleich damit an heimlich Gedichte zu schreiben und sie führte ständig ein Tagebuch, meistens in Versform.

Dann begann für Elisabeth die Zeit des Reisens. Sie war Gast an den großen regierenden Höfen Europas – in Berlin, Stockholm und St. Petersburg.

1868 arrangierte ihre Mutter „ein rein zufälliges“ Treffen mit Fürst Carol von Rumänien, den Elisabeth bereits aus ihrer Berliner Zeit kannte. Karl Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen war 1866, auf Empfehlung Napoleons III., bei einer Volksabstimmung zum Fürst von Rumänien gewählt worden.

Die Werbung des Fürsten nahm Elisabeth nach kurzer Bedenkzeit an. Am 15. November 1869 wurde das Paar im Neuwieder Schloss nach katholischem und nach evangelischem Ritus getraut. Nach der Hochzeit reiste das Paar in die neue Heimat und residierte in Bukarest.

10 Monate nach der Trauung wurde ihr einziges Kind, ein blondes, blauäugiges Mädchen, geboren, das sie Marie nannten. Das Mädchen starb am 9. April 1874 während einer Scharlach- und Diphterie-Epidemie die Rumänien heimsuchte. Der Tod ihrer Tochter überschattete und beeinflusste ihr weiteres Leben und ihr schriftstellerisches Wirken sehr intensiv.

Im Russisch-Osmanischen Krieg von 1877/78 widmete sie sich intensiv der Pflege Verwundeter. 1881 wurde Carol zum König von Rumänien ausgerufen und sie wurde zur Königin Elisabeth I.

Ihre letzten Lebensjahre wurden überschattet vom Tod ihres Bruders – 1907 – und von der schweren Krankheit ihres Mannes, den sie bis zu seinem Tod 1914 aufopfernd pflegte.

Sie selbst starb am 2. März 1916 an einer doppelseitigen Lungenentzündung. Sie wurde in der Königsgruft der Kirche von Cuerta de Argesch neben ihrem Mann und ihrer Tochter beigesetzt.