2014

 

Jahreshauptversammlung am 16.02.2014 in Neuwied

 

Unsere Jahreshauptversammlung für das Jahr 2014 fand am Sonntag den 16. Februar 2014 in der Cafeteria der VHS statt. 

Unser Philatelie-Tag findet 2014 am 9. März im großen Saal der VHS statt.

Er steht 2014  unter dem Motto „1824 – Gerhard Moritz Roentgen erreicht mit einem Dampfschiff zum ersten Mal den Mittelrhein“. Die Post wird wieder mit einem Sonderpostamt vor Ort vertreten sein. Der Sonderstempel zeigt die Abbildung des Raddampfers „de Zeeuw“. Eine Abbildung füge ich bei. Wir werden zum Thema zwei Ganzsachen (Plus-Briefe), mit passenden Motiven versehen, heraus geben.

Am 30. August 2014 wird es einen weiteren Sonderstempel mit Sonderpostamt geben, zum Jubiläum der „Heddesdorfer Pfingstreiter".

 

Beide Ganzsachen können bei Jürgen Glahe erworben werden oder auf dem Philatag am 09.März in Neuwied

Glahe, Jürgen
Hinter dem Backhaus 1, 56218 Mülheim-Kärlich
Privat 02630/1339
eMail: 
MK.Glahe@t-online.de

 

 

 

Unser Philatelie-Tag 2014 fand am Sonntag 9. März im großen Saal der VHS statt.

Neuwied - Die Tür zum Amalie-Raiffeisen-Saal der Volkshochschule (VHS) Neuwied ist für Briefmarkenfreunde und Geschichtsinteressierte einmal im Jahr ein Tor in die Vergangenheit.

 Von  
Andrea Niebergall (Rheinzeitung)

Und das gleich in mehrerer Hinsicht. Zum einen wartet beim jährlichen Großtauschtag der Briefmarkenfreunde Neuwied stets ein spannendes regionales Thema darauf, entdeckt und erforscht zu werden. In diesem Jahr hatten sich die Philatelisten für die Geschichte von Gerhard Moritz Roentgen, einem Enkel der berühmten Neuwieder Kunsttischler, entschieden. Dieser kam als Konstrukteur des ersten Dampfschiffes, das rheinaufwärts bis zum Mittelrhein fahren konnte, zu Ruhm. Am 3. Und 4. November 1824 besuchte der Schiffsexperte auf der Jungfernfahrt bis Bacharach zum ersten Mal in seinem Leben Neuwied, die Stadt seiner Vorfahren.

Ein Bild des prächtigen Raddampfers „de Zeeuw" zierte am Sonntag in der VHS nicht nur den Sonderstempel, sondern auch zwei eigens zum Philatelietag aufgelegte Ganzsachen, die am Sonderpostamt in der VHS zu erwerben waren. Zum anderen bieten auch die Ausstellungen der Sammlerfreunde im Offenen Wettbewerb stets Gelegenheit, sich in die Vergangenheit zu vertiefen. Der Neuwieder Hans Bröker hatte zum Beispiel das regionale Thema aufgegriffen und zeigte drei Rahmen zur Personenschifffahrt: Gestempelte Marken, Ganzsachen und Fotos aus vielen, vielen Jahren Schifffahrtsgeschichte überzeugten auch die Jury. Beigeordneter Jürgen Moritz, der frühere Oberbürgermeister Manfred Scherrer und Wolfgang Pierdolla honorierten die Arbeit mit dem zweiten Platz im Wettbewerb.

Regionale Themen wie die Sammlung von Koblenzer Paketkarten von Gerhard J. Cihlars oder die Geschichte des Mülheim-Kärlicher Poststempels vom Vorsitzenden der Briefmarkenfreunde, Jürgen Glahé, boten ebenfalls Gelegenheit, sich auf anschauliche Weise mit der Geschichte zu beschäftigen.

 

Heddesdorfer Pfingstreiter (29.-31.08.2014)

in Neuwied kommt es zur 450 Jahrfeier der Heddesdorfer Pfingstreiter (29.-31.08.2014)

 

 
Strahlt am Pfingstfest hell die Sonne, 
breiten grün sich Baum und Strauch, 
dann erwacht zu neuem Leben 
hier ein alter schöner Brauch. 
Hoch zu Pferd, mit bunten Bändern, 
blumenreich geschmückt den Hut, 
reiten auf geputzten Pferden, 
junge Burschen frohgemut. 
Durch die sonst so stillen Straßen; 
die Musik zieht stolz voran, 
bis vors Dorf, wo im Gelände, 
für das Rennen frei die Bahn. 
Und umtost von Beifallsrufen 
geben Sie die Zügel frei ... 
atemlos verfolgt die Menge, 
wer des Rittes Sieger sei. 
Bald ertönt vom fernen Ziele 
Sieg, ein Name pflanzt sich fort 
und in hellem Siegesjubel 
nennt ihn stolz der ganze Ort. 
Weiter geht‘s nach alter Sitte, 
einzuheimsen alten Sold, 
sich zu stärken und zu laben, 
an des Weines flüss‘gem Gold. 
Kehren dann die Reiter wieder, 
steht zum Willkomm schon die Schar, 
der Maibräute, die gesteigert 
in der Mainacht jedes Jahr. 
Ziehn zum Tanz in Landratsgarten, 
vorn der Sieger mit dem Kranz, 
und dort drehn sich Maid und Reiter, 
lebensfroh beim Ehrentanz.

Die Verpflichtungen des Pfingstreiterbrauchtums sind von Engers amtlich besiegelt. So wurde das Brauchtum der Heddesdorfer Pfingstreiter unter Ortsvorsteher Seuser am 26. Mai 1859 in den sogenannten "Statuten" schriftlich niedergelegt und vom damaligen Heddesdorfer Bürgermeister Raiffeisen (dem weltweit bekannten Gründer der Raiffeisen-Genossenschaften und -banken) bestätigt. Nachdem der Reuler Hof nicht mehr bestand, hat Engers fortan den Pfingstreitern das Frühstück auf dem Felde am Reuler Pütz zu servieren. Dabei musste der Engerser Schäfermeister mit einem weißen Mantel und schwarzem Hund dabei sein. Später übernahm die Gemeinde Engers die Bewirtung und stellte ein Mittagessen. Die Verpflichtung der Knechte bestand darin, jedes Jahr am Pfingstdienstag die jährliche Abholung einzuhalten, weil sonst die vereinbarte Bewirtung für immer entfallen solle, falls nur ein einziges Mal der Abholtermin versäumt würde. Aber lediglich den traditionsbewussten Heddesdorfern ist es gelungen, dies über die Jahrhunderte hinweg trotz mancher Kriegswirren einzuhalten und damit den Brauch bis zum heutigen Tage aufrechtzuerhalten.

Quelle wikipedia